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Equal Pay in aller Munde

Guten Tag ,

knapp einen Monat ist noch kalendarischer Sommer. Die warme Jahreszeit brachte uns in diesem Jahr nicht nur heiße Diskussionen um den Klimawandel, sondern auch um gerechte Bezahlung. An ihrem Anfang stand die Fußballweltmeisterschaft der Frauen. Hier ging es im Juli nicht nur um Fair Play auf dem Platz, sondern auch um faire Bezahlung im Allgemeinen. Bereits im März hatten die US-Nationalspielerinnen Klage wegen Diskriminierung aufgrund des Geschlechts gegen ihren Verband eingereicht. Weil er ihnen deutlich weniger als dem US-Männerteam zahle, die übrigens keine vier Weltmeistertitel und vier Olympiagoldmedaillen vorweisen können. Nach erfolgreichem Finale der WM wollte Fifa-Präsident Gianni Infantino bei der Siegerehrung dann eigentlich nur Hände schütteln, wurde aber mit Sprechchören im Stadion begrüßt, die gleiche Bezahlung forderten. Equal Pay in aller Munde!

Kein Wunder, denn das Lohngefälle gibt es nicht nur im Profisport. Wenn wir im jetzigen Tempo weitermachen, dauert es laut World Economic Forum noch über 200 Jahre bis weltweit Geschlechtergerechtigkeit erreicht ist. In Deutschland beträgt die Lohnlücke immer noch 21 Prozent und liegt damit über dem EU-Durchschnitt. Gute Nachrichten gibt es bei der nächsten Generation. Laut Kinder-Medien-Studie 2019 verringerte sich die Taschengeldlücke zwischen Jungen und Mädchen auf 14 Cent (von 87 Cent in 2018). Man darf hoffen, dass sich im nächsten Jahr hier erstmals eine Lücke schließt.  

Trotzdem: Der Wandel bleibt eine Schnecke und ohne klare Forderungen nach Veränderung wird sich wenig tun. Das zeigt auch ein Blick zurück auf den Spitzensport. Am besten bezahlt werden hier die Tennisspielerinnen (auch wenn die Männer trotzdem mehr verdienen). Ein Fakt, den viele auf das lautstarke Engagement der Profisportlerin Billie Jean King in den Siebzigern zurückführen. Die Tennisspielerin forderte früh gleiche Preisgelder für Frauen und eine eigene Liga, unter anderem mit Hilfe eines spektakulären Schaukampfs gegen Bobby Riggs (das medienwirksame „Battle of the Sexes“ von 1973).     

Laut werden, Bewusstsein schaffen und Forderungen stellen. Das werden wir auch wieder im nächsten Jahr zum Equal Pay Day am 17. März tun. Die ersten Informationen zur Kampagne 2020 erfahren Sie in Kürze auf diesem Weg. Das Datum für das Auftaktforum im Herbst können Sie sich jetzt schon vormerken: Am 4. November 2019 findet es von 10 bis 13:30 Uhr im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt. Wir freuen uns auf Sie!

Mit besten Grüßen

Ihr Equal Pay Day-Kampagnenteam




Leading Women: Ein Tipp aus der Mediathek


Führung braucht Vorbilder. Die Webvideo-Reihe „Leading Women“ porträtiert erfolgreiche Frauen aus der ganzen Welt und aus verschiedenen Bereichen. Mit dabei: Sigrid Nikutta, Vorstandsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die mit ihrem „Frauenticket“ den Equal Pay Day 2019 unterstützten.

>Zur ZDF-Mediathek



Alles klischeefrei mit künstlicher Intelligenz?


Studien zeigen es: Thomas stellt lieber Thomas ein, aber auch Sabine neigt dazu, Sabine auszuwählen, wenn es um die Neubesetzung von Stellen geht. Im Bewerbungsprozess geben wir gern Menschen den Vorrang, die uns ähnlich sind. Ist ein unbestechlicher Algorithmus die Lösung? KI, also künstliche Intelligenz, gilt als Abkürzung der Stunde. Was aber, wenn künstliche Intelligenz im Auswahlverfahren nur die Stereotype der Programmierenden reproduziert? Die Softwareentwickler Gabor Csapo, Jihyun Kim, Miha Klasinc und Alia ElKattan haben das Onlinespiel „Survival of the Best Fit“ programmiert. Als frisch ernannte CEO muss im Spiel das eigene Start-Up mit Mitarbeitenden bestückt werden. Im Spielverlauf begegnet man so den eigenen Vorurteilen genauso wie denen der vermeintlich unbestechlichen Algorithmen.

>Zum Spiel



Save the Date: Equal Pay Day Auftaktforum am 4. November 2019


Die deutsche Lohnlücke liegt unverändert bei 21 Prozent. Mit welchen Kampagnenschwerpunkt wir 2020 unserer Forderung nach gleichem Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit Nachdruck verleihen wollen, erfahren Sie auf dem Auftaktforum im November. Wie immer erwarten Sie spannende und informative Fachvorträge und Diskussionen.
 
EQUAL PAY DAY AUFTAKTFORUM
Montag, 4. November 2019
10:00 bis ca. 13:30 Uhr
BMFSFJ | Glinkastraße 24 | 10117 Berlin




Partnerschaftliche Aufteilung – Wir reden über Wunsch und Wirklichkeit auf der „her Career“


Vor dem Kind scheint alles klar: Die baldigen Väter wünschen sich, Verantwortung für Familie im Alltag zu übernehmen und die Mütter wollen weiter im Beruf vorankommen. Trotzdem fallen viele nach der Geburt in traditionelle Rollenbilder zurück. Über die Gründe soll auf der diesjährigen „her Career“ am 11. Oktober unter dem Titel „Partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbsarbeit und Familienarbeit – Wunsch und Wirklichkeit“ diskutiert werden. Die Moderation übernimmt Uta Zech, Präsidentin Business and Professional Women (BPW) Germany e.V.

>Zum Programm


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The International Federation of Business and Professional Women is an influential international network of business and professional women from about 90 countries in 5 continents with Consultative Status at ECOSOC/United Nations. Founded in 1930, BPW International develops the professional, leadership and business potential of women on all levels through our mentoring, networking, skill building and economic empowerment programs and projects around the world.